....... vor Ort
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Stadtpolitik aktuell

 

JA zu einem neuen Kindergarten -
Nein zum Stadtrand-Standort 

10 sachliche Argumente 
für den Standort Laugnaplatz – 
  gegen den geplanten Standort am Stadtrand
    (= im Grüngürtel bei der Industriestraße)

- Zusammenstellung von Beiträgen aus den Sitzungen - 

Am 21.11.2018 hat der Stadtrat mit 13:8 für den Bau des neuen Kindergartens im Grüngürtel an der Industriestraße gestimmt.       Warum sind wir für einen neuen Kindergarten, aber gegen diesen Standort an der Industriestraße?

1. Der Standort an der Laugnastraße ist pädagogisch besser. Warum? Er liegt in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten “Kunterbunt” und zur ASB-Kinderkrippe, was nicht nur Synergieeffekte, sondern auch Begegnungen der Kinder und kurzfristige gegenseitige Vertretungen ermöglichen würde.
2. Der Standort an der Industriestraße ist der teuerste. Warum? Der Alternativstandort am Laugnaplatz ist bereits erschlossen, der an der Industriestraße noch nicht. Für Parkplätze, Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss usw. sind dort einige Hunderttausend Euro aufzuwenden, die am Laugnaplatz nicht notwendig sind. Die Stadt hat offenbar aktuell kein Geld für die großen Infrastrukturmaßnahmen der Zukunft. Dann ist es besonders fatal, wenn sie unnötige Erschließungsausgaben verursacht. 
3. Der Verkehr an der Industriestraße wird stark zunehmen nach dem geplanten Bau der Nordosttangente (über die Zusam nach Reatshofen). Am Laugnaplatz wäre weniger Verkehrsbelastung. Warum baut man den neuen Kindergarten ausgerechnet an den Standort mit dem künftig stärksten Verkehr?
4. Wenn dagegen eingewandt wird, dass der Grundstückswert am Laugnaplatz höher ist als an der Industriestraße, so ist dies irreführend. Beide in Betracht kommenden Grundstücke gehören der Stadt ja bereits, sie müssen also nicht gekauft und sollen auch nicht verkauft werden. Vielmehr stehen sie für eigene Zwecke zur Verfügung. Insofern spricht der Grundstückswert weder für noch gegen einen Standort. 
5. Der wichtigste eigene Zweck ist der Bau eines zukunftsfähigen Kindergartens - und nicht etwa der Bau eines Verwaltungsgebäudes auf dem Laugnaplatz(siehe Plan des Bürgermeisters laut Zeitungsinterview). Wir unterstützen die Verwaltungsgebäude-Planungen nicht.
6. Der Standort an der Industriestraße ist auch derjenige, bei dem die Realisierung am längsten dauert. Denn abgesehen davon, dass aufwändige Erschließungsmaßnahmen notwendig sind, muss in diesem Fall auch der Bebauungsplan in einem komplizierten, zeitraubenden Verfahren geändert werden. Dabei ist der Bau doch dringlich notwendig. Nebenbei bemerkt: Die Änderung eines Bebauungsplans verursacht auch Kosten für Planer, die ansonsten nicht anfielen. 
7. Der Standort am Grüngürtel kann laut bisheriger Aussagen nur mit einem Erdgeschoss bebaut werden, der Laugnaplatz ist auch zweigeschossig bebaubar. Das heißt aber auch: Am Laugnaplatz könnte ohne weiteres die Planung für das zweigeschossige Neubaugebäude am Kindergarten “Sonnenschein”, das nach Meinung aller besonders gelungen ist, übernommen werden.
8. Das wertvolle Grundstück am Laugnaplatz könnte für keinen wertvolleren Zweck als den Bau eines Kindergartens verwendet werden. Der Laugnaplatz ist derzeit leider in sehr schlechtem Zustand. Er ist geradezu ein Schandfleck für die Stadt Wertingen. Die Ansiedlung eines Kindergartens wäre der erste von mehreren Schritten zur Aufwertung des gesamten Areals. Gleichzeitig bestünde hier die einmalige Chance, ein leistungsfähiges Kinderzentrum aufzubauen. Hier zeigt sich, ob man wirklich etwas für unsere Kinder übrig hat. 
9. Der geplante viergruppige Kindergarten an der Industriestraße kann dort nicht erweitert werden. Aber: mit 2 Gruppen, die derzeit in der Grundschule untergebracht sind, und mit der Gruppe im “Kunterbunt”, die offenbar aufgelöst werden soll, ist der neue Kindergarten bereits zu drei Viertel belegt. Wir wissen aufgrund der Geburtenzahlen aber heute schon, dass diese 4 möglichen Gruppen den zum Zeitpunkt der Fertigstellung vorhandenen Bedarf nicht decken können. Dies bedeutet: Wir müssten jetzt schon wieder auf die Suche nach einem weiteren, zusätzlichen Standort gehen. Oder anders ausgedrückt: die Stadt investiert in eine Sackgasse. Dagegen könnten am Laugnaplatz problemlos auch 6 Gruppen und mehr untergebracht werden. 
10. Nur zum Schluss sei noch das Thema “Vertrauensschutz” erwähnt. Die Grünzone, in der jetzt gebaut werden soll, war von Anfang an ausdrücklicher und rechtlich gesicherter Bestandteil des Bebauungsplans. Darauf haben sich alle Bauwilligen bei der Auswahl, beim Kauf und bei der Bebauung ihres Grundstücks verlassen. Außerdem haben sie genau diese Grünzone über ihren Bauplatz-Kaufpreis finanziert - und nicht eine Ausgleichsfläche irgendwo im Donauried. Es ist unfair und unmoralisch, wenn dieses Vertrauen jetzt  missbraucht wird. 

Insgesamt stellt sich also die Frage: Warum baut man den Kindergarten dort, wo der Bau am meisten kostet, wo er am längsten dauert, wo er nicht erweitert werden kann und wo das Vertrauen der Nachbarn auf Zusagen der Stadt in kürzester Zeit enttäuscht wird. akk


 

 

 

Beteiligte Partner

Bezirksverband  - Fraktion im Bezirkstag Schwaben

BWK Nordschwaben

KV Dillingen

OV Wertingen

Arbeitskreis (AK) für Kommunales

Kommunalpolitische Vereinigung

Junge Union

Arbeitnehmer-Union

Arbeitskreis Mittelstand

Seniorenunion

 

 

Stand: 02.2019

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